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Kirche St. Peter

St. Peterhofstatt 6
8001 Zürich Kreis 1 (Lindenhof)
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Kirche St. Peter
Kirche St. Peter
Zur Geschichte
Die älteste Pfarrkirche Zürichs, St. Peter, steht in der Nähe des ehemaligen Römerkastells Lindenhof und reicht in ihren Anfängen in die Zeit der Römer zurück. König Ludwig der Deutsche (ein Enkel Karls des Grossen) schenkt sie 853 mit ihrem Umgelände seinen Töchtern Hildegard und Berta als ersten Äbtissinnen des Fraumünsters zur Begründung dieser Abtei. 1345 erwirbt Rudolf Brun, Schöpfer der Zürcher Zunftverfassung und erster Bürgermeister Zürichs, Pflichten und Rechte an St. Peter. Bestattung Bruns 1360 im Chor der Kirche. Heutiges Grab unter der Gedenktafel vor dem Turmaufgang. Erster reformierter Pfarrer Leo Jud (1523 bis 1542). Er war ein Freund Zwinglis und arbeitete an der ersten Zürcher Bibelübersetzung. 1778 bis 1801 Pfarrer J. C. Lavater (Schriftsteller und Physiognomiker), ein Freund des jungen Goethe. Sein Grabstein an der Kirchenmauer, Denkmal im Chor.
Zum Bau
Vier Vorgängerbauten der heutigen Kirche: Vorromanisch um 800, frühromanisch um 1000, spätromanisch etwa 1230 (Turm und Chor erhalten), spätgotisch um 1450. Das heutige Kirchenschiff entstand 1705 und ist ein barocker Emporensaal, der erste reformierte Kirchenneubau Zürichs.

Bauelemente: Turm unterer Teil spätromanisch, oben gotisch; Chor von etwa 1230, Freskenfragmente 14. und 15. Jh.; Schiff Barock. Emporenhalle unter drei Segmenttonnen, abgestützt auf toskanische Säulen. Stuckaturen von Salomon Bürkli, Zürich, und Franz Schmutzer aus dem bayrischen Wessobrunn (Säulen). Restaurierung der Kirche 1970 bis 1974 mit Wiederherstellung auch der Fassadenmalerei von 1705.

Sehenswert: Taufstein von 1598, barock stuckiert. Chorstühle 15. Jh. aus aufgehobenen Stadtklöstern, mit reichen Schnitzereien und Armlehnen. Kanzellettner (erhöhte Schranke zwischen Langhaus und Chor mit eingebauter Kanzel) von 1705, Schalldeckel über Kanzel 1790. Reicher Akanthusschmuck mit Bibelspruch über der Kanzel. Kristall-Lüster neu 1971 nach Vorbild von 1710. Orgel 1974 mit 53 Registern.

Besonderheiten: Uhr mit einem Durchmesser der vier Zifferblätter von je 8,7 m (grösste Kirchturmuhr Europas, erste Zifferblätter und Zeiger 1538). Fünf Glocken von 1880; die grösste, As, wiegt über 6000 kg. Brandwache im Turm vom Mittelalter an bis 1911.
  
Kirche St. Peter



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Zürich, 12.10.2008 © by zuri.net