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Gegen das allgemeine Jammertum

Gegen das allgemeine JammertumHach, was haben wir es schön! Alle jammern immer, dabei haben wir nun wirklich keinen Grund, uns zu beschweren.Von MeretSMeretS 12.11.2011Hach, was haben wir es schön! Alle jammern immer, dabei haben wir nun wirklich keinen Grund, uns zu beschweren.

Alle jammern über den miesen Sommer. Warum eigentlich? Im Frühling war es erschlagend toll und von drei Sommermonaten war es immerhin bei anderthalb trocken und warm. Und jetzt haben wir November (!) und immer noch 11 C°! Und alle beklagen sie sich über das Wetter.

Alle jammern über die Politik und unsere Regierung – dabei sind wir das Land mit der direktesten Demokratie weltweit. Also eigentlich sind wir ja die Regierung und könnten etwas an der Situation ändern. Aber es reicht eigentlich schon, wenn man erkennt, was für ein Privileg das Wahl- und Abstimmungsrecht eigentlich ist.

Alle jammern über den ÖV/den Stadtverkehr, anstatt einfach dankbar zu sein, dass sie nicht zur jeweils anderen Gruppe gehören. Welcher Zugfahrer will sich schon am Morgen über Schnarchnasen am Rotlicht ärgern? Andererseits: Welcher Autofahrer würde sich freiwillig wie eine Sardine in die Blechbüchse pressen lassen?

Alle jammern über die schlimme, schlimme Jugend, anstatt wenigstens zu sehen, dass die nur so blöd tun, weil sie sonst keine Sorgen haben. Uns geht es zu gut. Nein, stimmt nicht. Es kann einem nicht zu gut gehen. Wenn man keine anderen Probleme hat, dann schafft man sich welche. Aber hey, in einer Welt, in der andere Kinder Hunger leiden und obdachlos sind, sollten wir einfach dankbar sein, dass bei uns alles so einfach ist.

Alle jammern über die ewige Bürokratie und das Bünzlitum der Schweizer – ohne sich bewusst zu sein, was das eigentlich ausmacht. Wir wären keine Schweizer, wenn wir nicht sauber, pünktlich und bitzeli pingelig wären. Und es wäre niemals so unglaublich schön hier, wenn nicht soviel Wert auf Ordnung gelegt würde.

Ich liebe die Schweiz, ich liebe ganz speziell Zürich und ich bin unendlich dankbar (nein, keinem Gott, ich bin ungläubig), dass ich hier aufwachsen durfte und eine behütete Kindheit hatte. Ich bin unendlich dankbar für alles, das mir gegeben ist und ich freue mich jeden Tag ab über mein persönliches Glück.

Soli, das musste einfach mal gesagt sein.

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