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Warum ich nicht „Nein“ sagen kann

Warum ich nicht „Nein“ sagen kannIch spende für Helvetas, für Fragile Suisse, für SwissAid, für SparSolar und bin Mitglied bei der Unia.Von MeretSMeretS 15.11.2011Ich spende für Helvetas, für Fragile Suisse, für SwissAid, für SparSolar und bin Mitglied bei der Unia. Und ab nächstem Monat spende ich auch noch für die grenzenlosen Mediziner MSF, für das Rote Kreuz und Amnesty International und werde Mitglied bei travaille.suisse.

Warum? Weil ich einfach nicht Nein sagen kann. In Zürich werde ich bei jeder Gelegenheit, an jedem Bahnhof und speziell am Bellevue und am Central von Spendensammlern angesprochen. Und die tun mir so leid! Den ganzen Tag stehen die draussen herum, müssen irgendwelchen Wildfremden auf den Sack gehen – nee, das wäre kein Job für mich. Und dann sind die Pendler doch auch immer alle so schrecklich unfreundlich! So zum Beispiel:
Spendensammler: „Grüezi. Spenden Sie für den WWF?“
Pendler: „Sicher nöd. Sehe ich aus wie ein Krötenstreichler?“
Spendensammler: „Nein, Sie sehen aus wie eine Kröte, die gerne mal gestreichelt würde...“. Das sagt er natürlich nicht. Im Gegenteil: Er wünscht einen schönen Tag und sucht sich sein nächstes Opfer.

Die meisten Leute lassen diese Spendenfritzen gar nicht erst Ausreden. Und wisst ihr was? Ich verstehe das! Ich kann die nicht ausbremsen, und wenn sie dann erstmal in Fahrt sind, dann kann ich nicht mehr Nein sagen. *seufz*. Darum spende ich die ganze Zeit irgendwo für irgendwas. Glücklicherweise bekomme ich ja jeweils Gönnerbriefli und Gönnerzeitungen und weiss wenigstens, wem ich mein sauer verdientes Geld hinterher werfe.

Damit mich keiner falsch versteht: Ich finde Spenden was Gutes. Aber ich will freiwillig spenden, nicht regelmässig und auch nicht für alles, was irgendwer irgendwie wichtig findet. Man kann schliesslich nicht die ganze Welt retten und nach Fragile Suisse, Pro Infirmis, der Blindenstiftung und dem Roten Kreuz bleibt einfach kein Geld mehr für den Kampf gegen das Igelsterben in belgischen Fichtenwäldern. Sorry, liebe Igeli! Dafür lasse ich in unserem Garten ganz, ganz viel Laub liegen als Winterquartier für die hiesigen Stacheltiere. Und tue ihnen was Gutes, ganz ohne dass mir irgend jemand einen Schtutz dafür spenden muss.

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