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Warum Kontaktanzeigen überholt sind

Warum Kontaktanzeigen überholt sindIch frage mich immer wieder, was für Leute sich auf Kontaktanzeigen melden.Von MeretSMeretS 06.02.2012Ich frage mich immer wieder, was für Leute sich auf Kontaktanzeigen melden.
Mit Kontaktanzeigen ist es nämlich ähnlich wie mit Datingsites: Bei beiden finden sich nur Restposten. Wobei die Kontaktanzeigen auf eine Zeit ohne Internet zurückzuführen sind. Wer bezahlt schon 3.- CHF, um per SMS das Bild von der „44-jährigen, junggebliebenen Sie, 155cm, mollig, mag Hunde und sucht dich für gemeinsame Spaziergänge“ herunterzulassen?!

Überhaupt sind sie ein Witz, die Personenbeschreibungen in Kontaktanzeigen. Mal ehrlich, wenn du mollig bist, dann lässt du das weg. Wenn du dick bist, dann schreibst du mollig. Wer schlank schreibt, der ist entweder magersüchtig oder einfach flachbrüstig/flachärschig. Wer etwas von spirituell schreibt, ist garantiert so eine durchgeknallte Eso-Tante, wer „Tiere mag“, hat vermutlich einen ganzen Zoo daheim – der notabene vollständig auf dem Bett pennen darf. „Junggeblieben“ ist auch immer ganz toll. „Will nicht erwachsen werden“ trifft es dann eher … Und dann ist da der 46-jährige Er, der einen „Mann für’s Leben“ sucht. Der Mann sollte schlank, durchtrainiert und maximal 25 sein. Aha. Und er hat Halbglatze, Brille und Bierbauch (nehm’ ich einfach mal an) und glaubt wahrscheinlich an Wunder. Ich gehe nämlich davon aus, dass sich die knackige, knapp über 20jährigen eine andere Vorstellung vom „Mann für’s Leben“ haben. Es sei denn, der 46jährige hat was Besonderes zu bieten. Geld zum Beispiel.

Und dann ihre Lieblingsbeschäftigung. Der Standarttext in Kontaktanzeigen ist „Ich sitze gerne gemütlich auf dem Sofa, trinke ein gutes Glas Wein und lese ein spannendes Buch“. Ja logo. Was denn sonst? Du hockst wie ein Penner auf einer Parkbank, trinkst Kochwein und liest die Glückspost?!

Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass sich auch normale Menschen auf solche Kontaktanzeigen melden – oder welche aufgeben. Beweise für’s Gegenteil, anyone?

Und nächste Woche: Warum auch Datingsites absolut unbrauchbar sind.

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