Unfreundliche Pendler

Unfreundliche PendlerHead Text (max 250 Zeichen)Von MeretSMeretS 15.03.2012Pendler sind immer so schrecklich unfreundlich. Und ich kann es ihnen nicht mal verübeln. Wie ihr ja alle wisst, bin ich zur Zeit noch auf öV angewiesen und muss mich deshalb wie eine Sardine in die Blau-Gelb-Rote Blechbüchse zwängen. Das macht aggressiv, das verstehe ich total!

Neben den Deppen, die in den Zug rein- bzw. rauslatschen und dann einfach mal stehen bleiben, um sich am Sack zu kratzen, hast du natürlich auch die, die sich mit Gewalt an dir und den anderen Ein-/Aussteigenden vorbeidrängeln – ganz nach dem Motto: „Hier komme ich, ich hab’s erfunden, es isch mini Idee gsi!“.

Vor kurzem beobachtete ich im Zug einen älteren Mann, der eine Frau mit Stock zur Seite stiess. In meinem freundlichsten Ton fragte ich: „Haben Sie denn keine Augen im Kopf?“ Die Antwort des Rüppels: „Lieber keine Augen, als ein Kopf wie Sie!“ Ich war perplex. Und wütend, weil mir erst einige Minuten später eine schlaue Antwort eingefallen ist.

Pendler sind mühsam, auch weil man nie weiss, wie sie reagieren. Ein Pendler im Morgenzug ist wie ein ADHS-Kind bei Supernanny Katja Saalfrank. Solange alles so läuft, wie er es gerne hätte, ist alles gut. Sobald ihm jemand seinen Sitzplatz wegnimmt oder sich vordrängelt, geht das Gequengel los. Was wünsche ich mir nicht manchmal ein stilles Örtchen ...

Und dann sind die Leute auch noch undankbar! Letztens bin ich aufgestanden (!), um einem älteren Herrn meinen Sitzplatz zu überlassen. Ich stehe zwei Schritte zur Seite, da keift mich doch so ein schwangeres Weib an, SIE sei schliesslich schwanger und müsse „dringender“ sitzen als der nette, zittrige Greis. Ich habe nur gelächelt und gefragt, ob es ein Junge, ein Mädchen oder ein Arschlochkind wird

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