Inside Meret II

Inside Meret IIMe hat sich in der Zwischenzeit beruhigt und schluchzt nur noch gelegentlich leise vor sich hin. Myself und I wurden getrennt und sind nun an den Kopfenden des Tisches (ungefähr auf Höhe meiner Ohren) – weit voneinander entfernt – angebunden.Von MeretSMeretS 26.04.2012Me hat sich in der Zwischenzeit beruhigt und schluchzt nur noch gelegentlich leise vor sich hin. Myself und I wurden getrennt und sind nun an den Kopfenden des Tisches (ungefähr auf Höhe meiner Ohren) – weit voneinander entfernt – angebunden.

Können wir weitermachen, die Damen?
Me: Krieg ich einen Keks…*snief*?
Myself: Ich bin bereit. Bin ich immer.
I: Sechs Worte von dieser Kuh und ich könnte ihr schon wieder an die Gurgel gehen!
Myself: Schnauze. Du stänkerst doch nur rum, weil du nicht so cool bist wie ich. Eigentlich ist das sowieso niemand.
I: Kann mal einer das Weib abstellen?!

Beruhigen Sie sich… Was hilft Ihnen dabei, sich zu entspannen?
Myself: Entspannt zu sein habe ich im Blut. Ich musste es nicht mal üben. Bin halt ein Naturtalent – in allem.
I: Ich wäre ungemein entspannt, wenn man Myself in die Klapse einliefern würde. Und die kleine Nervensäge gleich mit.
Me: Meinst du mich?! Dabei wollte ich doch nur Kekse backen…*heul*
Myself: ignoriere sie, Me, sie ist nur frustriert, weil sie nicht so toll ist wie wir, nicht so schön, nicht so charmant, …
I: …nicht so dämlich wie du, nicht so leichtgäubig…

Ok, ok! Warum vertragen Sie sich eigentlich so schlecht?
Myself: I kann einfach nicht verkraften, dass sie die Unscheinbarste und Unwichtigste von uns ist. Muss auch hart sein, aber nicht jeder kann so toll sein wie ich…
I: Ist das nicht FUCKING offensichtlich?!
Me: Ich finde es blöd, dass sie immer streiten. Dabei habe ich sogar extra mal Versöhnungs-Kekse gebacken.

Gut, ein anderes Thema. Engagieren Sie sich für Hilfsprojekte?
I: Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.
Myself: Natürlich. Eine Stimme in meiner Position MUSS ein Vorbild für das gemeine Fussvolk sein. Wenn wir schon dabei sind: Wo ist eigentlich mein Balkon, ich will zum Volk sprechen!
Me: Ich verkaufe Kekse für einen guten Zweck.

Mögen Sie Musik?
Myself: Nur meine eigene.
I: Alles, ausser das unqualifizierte Geplärre von Myself.
Me: Es gibt viel zu wenig Lieder über Kekse. Zum Beispiel „Alle meine Kekse” oder „Jellicle Keks” oder „Kekschen klein, ging allein…”.
Myself: Me! Ich werde die Lieder für dich singen! Kekschen klaaain *quiek* giiing allaaain *krächz* in diii waaaiteee Welt hinaaain…
I: *bettelt den Fragesteller an* Bitte bring sie zum Schweigen, BITTE!!

Wer ist Ihre grösste Inspiration?
Me: Das Krümelmonster.
Myself: Ich. Oder eine Mischung aus Marylin Monroe, Janis Joplin, Tina Turner, Rita Hayworth und Grace Kelly.
I: George Bush. Mit so wenig Können so weit bringen, das ist doch erstaunlich – und genau das beobachte ich bei Myself auch immer.

Ihr Lieblingssong?
Me: Muss noch geschrieben werden. Ein Keks-Liebeslied.
Myself: Mein Lied „Ich bin die Grösste hier” könnte ich rauf und runter hören…
I: Das tust du doch auch!! Und treibst mich damit in den Wahnsinn!
Myself: *fängt an zu singen* Iiiich biiin dieee gröööööösteeee hiieeeeer *krächz*
I: *reisst sich los und stürzt sich auf Myself, um sie zu erwürgen*

Der Interviewer hat zu seiner eigenen Sicherheit den Raum verlassen und ist mit Me in den Starbucks geflohen. Da gibts die grossen Schokokekse. Das Interview wird fortgeführt, sobald Myself & I sich a) beruhigt haben, b) aus dem Spital entlassen sind oder c) zu geschwächt sind, um einander weiter zu verhauen.

Magazin

Zugegeben, das zuri.net Magazin ist noch nicht wirklich der ultimative Brüller. Wir arbeiten dran und suchen Autoren und Partner: info@zuri.net
Werbung auf zuri.net
Die besten Orte in Zürich immer parat: zuri.net in Deine Bookmarks