|
Adresse suchen | Warum das Internet kein globales Dorf istDas konnten wir gestern nicht. Heute schon aber nutzen wir das auch oder anders gefragt, brauchen wir das? Manche Dinge werden wir nie via Internet kaufen, ein Auto zum Beispiel oder frisches Gemüse. Das möchten wir Probe fahren, anfassen, fühlen. Was wir im Internet aber immer suchen sind Informationen. Informationen zu Allem und Jedem. Das ging gestern nicht oder war nur erschwert möglich. Wir haben heute einfachen Zugang zu Wissen, das von Millionen von Menschen zusammengetragen und mit jeder Sekunde umfangreicher wird - manches wollen wir gar nie wissen, manches schon. Natürlich ist es gut zu wissen, wo Paris Hilton gestern Abend war aber was uns wirklich interessiert ist, was Menschen unseres Vertrauens gestern getan haben, jetzt oder Morgen tun werden. Dazu hat man uns E-Mail und SMS und alle anderen Abarten der modernen Kommunikation gegeben. Für den allgemeinen Informationsbedarf setzen wir weiter auf Papier Zeitungen oder deren Online Ausgabe(n) und führen uns so Wissen zu, das wir glauben wissen zu wollen. Für alles andere googlen wir uns durch den Informations- Overflow. Bevor wir uns heute entscheiden, was wir morgen tun, kaufen oder konsumieren werden, setzen wir einen Teil unserer Zeit für die Beschaffung von Information ein. Natürlich setzen wir auch da zuerst auf unser privates Netz: Freunde, Kollegen, Bekannte oder deren Freunde, Kollegen und Bekannte. Hilft das nicht weiter, wenden wir uns an Google, weil "Google ist Dein Freund" und hoffen darauf, das Gesuchte möglichst schnell und einfach zu finden. Aber Google findet manchmal nichts oder zuviel und so greifen wir wieder auf altbekanntes zurück: The Book - Das Telefonbuch. Auch das gibt’s natürlich im Internet und so finden wir - eine Telefonnummer. Ende. Es gibt nicht mehr, woher sollen die auch mehr Information haben? Was für Swisscom gilt, die immerhin national vorhanden sind, gilt auch für Google. Wie soll Google je wissen, welcher der Beste Schuhmacher in der Stadt ist? Woher soll Yahoo wissen, wo es die beste Pizza gibt? Das wissen nur wir, die wir lokal verankert sind aber wir sind keine Websites, wir werden also auch nicht gefunden. Unser Hirn lässt sich nicht von Google indexieren. Wir teilen uns allenfalls unseren Freunden, Kollegen und Bekannten mit aber das war’s dann auch schon. Natürlich werden die nationalen und globalen Player versuchen, ins Lokale vorzustossen, dazu brauchen Sie uns. Wir sollen Sie mit den Informationen versorgen, die sie nicht haben. Damit wir das schon üben können, gibt’s Web 2.0. Der User, also wir tragen die Information und die Inhalte für ihre Portale zusammen. Wir tun das auch schön brav Youtube, mySpace, Facebook und Co. sind dankbare Empfänger für alles. Wieder wächst der Berg an Information und wieder werden wir uns irgendwann, nach dem hundertsten Video eines verrückten Teenies aus Los Angeles dem lokalen zuwenden, weil hier unser Leben stattfindet. Wenn wir uns einmal satt gesehen haben, an all den lustigen Videos, interessiert uns wieder, wo die beste Kinderkrippe ist, wo es noch einen guten Metzger gibt, wann wir die Zeitungen vor die Haustüre deponieren können. Lokales und im Unterschied zu früher, können wir dazu nicht nur unsere Freunde und Kollegen befragen, wir können Wissen von Gleichgesinnten konsultieren, vor dem Entscheid. Dazu ist das Internet ideal aber wo es das iPhone in Hongkong gibt, interessiert uns eher weniger, wo der beste Metzger in Basel ist, auch nicht, wir möchten keinen Partner in Bern wir möchten wissen wo die Singels in Zürich sind. Wir wollen Informationen mit lokalem Bezug aus lokalen Quellen. 5 Minuten Archiv & Preview | Menü Magazine Readme: die letzten... E grobi Sach! Der zuri.net Newsletter informiert sporadisch über alles was neu ist, in zuri.net. abezapfe. |