HomeGuideMagazineCommunityAgendaMarktplatz
Züri Wetter
Fr: 13/23
Züri Wetter
Sa: 15/19
 Magazine Übersicht xyz Archiv linkstephanie.r 31.01.2008

Mr. Ich-stöhn-mich-heiser


Melanie und ich wohnen seit dem 3. Januar zusammen. Seit dem 4. Januar hat auch Alain einen Wohnungsschlüssel. Er wohnt nicht bei uns. Alain ist unser ‹schwules Haustier›. Wohlverstanden, er ist ein Mann und Mensch. Die einen haben Katzen oder Hunde, die in der Wohnung ein und ausgehen. Wir haben Alain. Der pinkelt nicht in die Ecke und haart nicht. Gassi gehen ist auch kein Thema. Eines hat er jedoch mit einem Hund gemeinsam, er springt auch auf jeden Gleichgesinnten auf um ihn zu beglücken. Alain hat eine eigene Wohnung in Zürich-Oerlikon in der Neuüberbauung ‹Ententeich›. Das ist ziemlich weit weg von der City und so pennt er hie und da bei uns im Arbeitszimmer im Gästebett.

Melanie und ich stellten für ihn drei Regeln auf:

1. Sein Sexkontingent in unserer Wohnung entspricht der Anzahl Abenteuer, die Melanie und ich durchschnittlich (nicht kumuliert!) in der Vorwoche hatten.

2. Die Männer saufen nicht unseren Jack Daniel’s weg.

3. Keine Bisexuellen. Die verwechseln gerne das Arbeitszimmer mit Melanies und meinem Schlafzimmer: «Ups! Ist wohl die falsche Tür. Darf ich trotzdem reinkommen?» Wo die dann rein wollen ist klar, wenn sie schon mitten im Zimmer stehen.

Regel 2 wurde letzte Woche in der Nacht von Freitag auf Samstag gebrochen. Wir kamen gegen 4 Uhr morgens nach hause, da hörten wir aus dem Gästezimmer, dass Alain einen Typen beglückte. Alain schien eine gute Performance hinzulegen. Kein Problem, das wird Melanie so gegen 5 Uhr noch toppen. Sie hat irgendeinen Dani vom Club mit nach hause genommen. Zwanzig Minuten später geht die Arbeitszimmertüre auf, Alain flitzt ins Badezimmer. Sein Typ kommt raus und verschwindet im Wohnzimmer. Eine ungeschriebene Regel lautet, dass Melanie und ich jeden von Alains Typen begutachten. Vor allem dann, wenn diese lauter stöhnen als wir beide zusammen. Als wir zufälligerweise das Wohnzimmer betraten, erwischten wir ‹Mr. Ich-stöhn-mich-heiser› beim einschenken eines Jack’s und ich schrie ihn an: «Hey Passivchen! Zuerst hältst du stundenlang hin wie ein ‹Girly› und dann meinst du, hier wie ein echter Mann einen Whisky trinken zu können? Ab in die Küche, dort hat’s Prosecco für dich.»

Was lernen wir hieraus? Männern, die sich knallen lassen, steht kein Whisky zu.


Eure Stephanie

Anmerkung der Red. Stephanie schreibt wöchentlich und exklusiv für zuri.net. Feedback bitte direkt an unten angegebene Adresse, die Mails werden an Stephanie weitergeleitet.
linkMail an Stephanie
» Kommentar abgeben
» Zurück zur Übersicht

xyz Archiv Archiv & Preview

  
Menü Magazine

E grobi Sach!
Der zuri.net Newsletter informiert sporadisch über alles was neu ist, in zuri.net. abezapfe.
 
RSS Feed
Community | Blog Today | Slängikon | Wohnungen | Kinoprogramm | Party Agenda | TV-Tipps | Kolumnen | Fotos | Kleinanzeigen
Hotels | Restaurants | Bars | Clubs | Sport | Boutiquen | Geschenkartikel | Bildung
Zürich, 22.08.2008 © by zuri.net