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 Magazine Übersicht 5 Minuten linkstadtmensch 09.03.2008

Der Fluch der Pharaonen


Der Fluch der Pharaonen
Als Howard Carter 1922 das Grab im Tal der Könige entdeckte, ging die Nachricht davon um die ganze Welt und entfachte großes Interesse, das lange nicht abklang. Das Grab, anfangs als ungeöffnet deklamiert, war relativ unversehrt, wie man bei der Graböffnung am 16. Februar 1923 (Öffnung der Wand zwischen Vorraum mit Beigaben und eigentlicher Sargkammer mit Sarkophag) feststellen konnte. Tutanchamun, obwohl nur ein unbedeutender König, hatte eine reichhaltige Menge kostbarer Grabbeigaben, die viele Ägyptologen im Geiste vervielfältigen, wenn sie an die geplünderten Gräber bedeutenderer Pharaonen denken. Als einzige Mumie der ägyptischen Könige befindet sich die Mumie Tutanchamuns heute wieder in ihrem Grab, wurde aber - um sie besser vor Umwelteinflüssen zu schützen - in einen klimatisierten Plexiglassarg umgebettet.

Die Beigaben im Grab können grob in zwei Gruppen geteilt werden. Es finden sich Objekte, die speziell für die Bestattung des Herrschers hergestellt wurden und es gibt Objekte, die anscheinend schon im Alltag benutzt und dann mit in das Grab gelegt wurden. Zu der Gruppe, der speziell für das Grab hergestellten Objekte gehören die Särge, die Kanopen, aber auch ein Set von Götterfiguren in Schreinen, die auch von anderen Königsgräbern des Neuen Reiches bekannt sind und sich bisher nur in Bestattungen von Königen fanden.

Zu der Gruppe der Alltagsgegenstände gehören vor allem die Möbel, ein Teil des Schmuckes und andere Utensilien. Die Beigabe von Alltagsgegenständen in Bestattungen ist ein typisches Merkmal der 18. Dynastie (siehe: Bestattungsritus (Altägypten)) und kommt vorher und später nur selten vor. Aus diesem Grund ist sicherlich anzunehmen, dass sein Grab für seine Zeit typisch, aber wohl reicher als das Grab von so bedeutenden Herrschern wie Cheops oder Sesostris I. war.

PS: Der Fluch der Pharaonen
Im Zusammenhang mit den Ausgrabungsarbeiten und dem regen Interesse der Weltpresse machte auch die Legende vom Fluch des Pharao die Runde. Viel fabuliert wurde über den Fluch der Mumie, der angeblich die Entdecker traf. Viele Mitglieder der Expeditionen Carters starben innerhalb der ersten fünf Jahre nach der Hebung des Sarkophags, darunter auch den Finanzier der Ausgrabungen in KV62, Lord Carnarvon, der am 5. April 1923 durch eine Infektion verstarb.

Die Ursachen der Todesfälle wurden genauestens untersucht. Fünf Mitglieder des Entdeckerteams begingen auf Grund der Veröffentlichungen der anderen Todesfälle Selbstmord. Andere Ursachen sind in bakteriellen Infektionen durch Pilze in der Luft der Grabkammer oder Moskitostiche zu sehen. Auch schon bestehende Krankheiten bei der Entdeckung führten zum Tod, der auch unabhängig von der Expedition eingetreten wäre. Statistische Untersuchungen ergeben sogar ein höheres Durchschnittslebensalter aller Beteiligten.

Quelle: www.wikipedia.org
linkDie Repliken Ausstellung in Zürich
linkDas Orginal in Kairo
linkTut Ench Amun in Wikipedia
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Zürich, 30.08.2008 © by zuri.net